Einleitung:

Da sitzt er nun der DJ. Zu Hause in seinem Stuhl, organisiert die CD-Sammlung oder seine MP3 Dateien und denkt darüber nach, wie schön doch die Zeiten mit Vinyl waren. Denkt zurück an die Termine im Jahr 2019. Doch heute, da ist es Dezember 2020. Alles dicht, die Lichter aus, keine Feiern, keine Club Aufträge. Aber naja, es gibt ja noch den Hauptjob (zum Glück? ). Aber was machen die DJ´s die das ganze hauptberuflich machen?

Dafür habe ich hier schon ein kurzes Interview gemacht mit ein paar DJ´s. Die Ergebnisse gibt es hier: Infos zur DJ Szene

Discos und Restaurants:

Discos sind komplett dicht. Keiner weiß wann sie aufgehen und das schon seit dem ersten Lockdown. Man sieht immer mal wieder das es Live Streams von einzelnen DJ´s aus Clubs gibt. Tomorrow Land digitalisiert und baut virtuelle Räume die man besuchen kann. Die DJ´s streamen live und werden in das Wohnzimmer übertragen. Virtuelle Kameras. Beeindruckende Bühnen Aufbauten. Alles für einen Bruchteil des normalen Ticket Preis (Streaming Ticket so um die 15€ – 20€). Am 31.12.2020 ist es wieder soweit. Es ist nicht live, aber für alle Computer Freaks und 3 Designer sehr interessant. Das wünsche ich mir bei anderen Clubs und Discos. Leider hat man bei den meisten Unternehmen der Szene einfach nur – naja, halt nichts? Man weiß nicht wie es der Szene genau geht, wie die Planung für die Zukunt aussieht. Die Internetseiten sind online, werden aber nicht aktualisiert. Ich sehe nur das es keine Events gibt. Aber keine Info, keine Stellungnahme. Keine Info wie ,,wir sehen uns 2021 wieder“. So bange ich um die Freizeitgestaltung.

Von den Restaurant hört man zumindest mal Lebenszeichen. Viele ermöglichen endlich die Online Bestellung, das Abholen und Liefern. Wer sich sicher war ohne Onlinepräsenz zu überleben, den sollte diese Jahr ganz schön durchgeschüttelt haben. Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einem Restaurant in der Nähe. Ich hatte Essen bestellt (welches wirklich lecker war) und holte es ab. Auf die Frage wie es den so geht, erfuhr ich: ,, Naja, man kann keine riesen Sprünge machen, aber zum überleben reicht es. Wir haben eine gute Bekanntheit im Umkreis und dadurch unsere Stammkunden. “ Aber was ist wenn man nicht so bekannt ist?

Ich möchte nicht wissen, wieviele Unternehmen geschlossen haben und vielleicht nicht wieder öffnen? Man rechnet mit 1 Million Firmen Insolvenzen. Das sind so die Zahlen die Andreas Baulig gehört hat. Selbst Dirk Kreuter geht von dieser unglaublichen Menge von Pleiten aus. Diese Auswirkungen wird man entsprechend noch spüren im nächsten Jahr. Den zurzeit können Unternehmen nicht pleite gehen, selbst wenn Sie es schon sind.

DJ´s und Dienstleister:

Ich merke es selbst. Irgendwo sitzt man als DJ vor seinem Equipment und sieht wie sich die Staubwolken langsam drauf legen. Restaurants lassen zum Teil keine Feiern zu. Wenn doch sind ja noch die politischen Regelungen da, aber in der Bahn dürfen 100 – 200 Leute aufeinander sitzen die sich nicht kennen und sich durch Stoffmasken schützen.

Doch was gibt es für Alternativen? Ich habe schon davon gehört das manche Veranstaltungen für Spenden organisieren. Beschallung für Stadtfeste wird aufgebaut und verkabelt. DJ´s klopfen bei Radios an, um dort bezahlt zu werden. Ganz kreativ wird es bei Auto Konzerten. Alle sitzen im Auto wie beim Autokino und schauen sich entsprechend Künstler auf einer Bühen an. Der Rest streamt live in den sozialen Netzwerken oder auf Online Events um zumindest nicht vergessen zu werden. Es werden Alternativ oder Subunternehmen gebildet. Als letztes gibt es noch Digitalprodukte die verkauft werden.

Auch die richtig kulturelle Szene: Theater, Musical, Künstler, Maler Zauberer und so weiter. Dafür habe ich hier einen Beitrag zusammen getippt: Kultur nicht vergessen

Schlusswort:

Schlussendlich kann man sagen das kein Weg mehr an der digitalten Welt vorbei geht. Henry Ford hat das in einem schönen Zitat mal kurz und knackig gesagt: ,, Wer nicht wirbt, stirbt“. Mittlerweile muss man wohl sagen, ,,wer nicht digital wirbt, stirbt“.

Also behalten Sie die Szene im Auge, untersützen Sie ihre lokalen Künstler und Geschäfte. Hoffen wir das die Szene die Krise übersteht, sonst weiß ich nicht mehr, wo man seine nächste Feier noch machen soll und wer als Alleinunterhalter kommt?“

 

Weiterführende Artikel:

Sunshine Live – Corona bedroht die Feier Kultur

Kultur nicht vergessen

 Infos zur DJ Szene – DJ Interview